Mitten im Chaos des Dreißigjährigen Krieges blieb Schloss Hofhegnenberg von Zerstörung verschont. Eine Marienstatue soll den Flammen getrotzt und das Schloss bis heute zu einem Ort des Glaubens und der Hoffnung gemacht haben.
Während der schwedischen Einfälle in das Brucker und Wittelsbacher Land zwischen 1632 und 1648 wurde nahezu alles verwüstet. Schloss Hofhegnenberg jedoch bildet eine außergewöhnliche Ausnahme. Der Legende nach warfen schwedische Soldaten eine Marienstatue aus der Schlosskapelle ins Feuer. Entgegen jeder Erwartung blieb sie unversehrt – ohne Ruß, ohne Schäden. Die Soldaten gerieten in Panik und flohen. Kirche und Schloss blieben unangetastet.
Dieses Ereignis machte Hofhegnenberg zu einem bekannten Wallfahrtsort. Bis heute steht die Madonna in der Kapelle und symbolisiert göttlichen Schutz in Zeiten größter Not. Die Geschichte verbindet reale Kriegserfahrungen mit religiöser Überlieferung und ist ein prägendes Beispiel für die spirituelle Bedeutung historischer Orte. Schloss Hofhegnenberg steht damit nicht nur für Adel und Architektur, sondern auch für Glauben, Hoffnung und europäisches Kulturerbe.